mit u.a. Inszenierung für Babys Future Beats”, Tanzperformance von Isabelle Schad Harvest”, Festival Berliner Schaufenster”

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Endlich wieder Theater für die Jüngsten und die ganze Familie!

Im Rahmen des Festivals „Berliner Schaufenster“ zeigen sechs Berliner Spielstätten im ganzen September ein vielfältiges Programm für Zuschauer:innen von 0 bis 6 Jahren. Mit dabei sind das Theater o.N. und Schaubude Berlin (Prenzlauer Berg), FELD Theater (Schöneberg), Schlossplatztheater (Köpenick), Tanzhalle Wiesenburg (Wedding), blu:boks (Lichtenberg). Das ganze Programm kann man hier durchstöbern: https://berliner-schaufenster.theater-on.de/programm/spieltermine/

Unter dem Titel „Bitte berühren! – Eine Einladung zum Forschen, Spüren und Fühlen” veranstaltet das Theater o.N. im Rahmen des Festivals ein Forschungsforum. In Forschungslaboren und Vorträgen soll der Frage nachgegangen werden, wie wichtig es gerade für die Allerkleinsten unter uns ist, die Welt durch Berührung zu erschließen und wie dies in pandemischen Zeiten gelingen kann.

Passend dazu lädt die Performance „Future Beats“ in einen Klangraum ein, in dem für Menschen ab 6 Monaten bis 3 Jahren an selbstgebauten Instrumenten Rhythmen, Musik und Lichtspiele kreiert werden. Auch in den weiteren Inszenierungen spielt im September die Musik die Hauptrolle: In „Klangquadrat“ springen und tanzen musizierende Körper auf einem klingenden Quadrat, im Gastspiel „Kreise“ des Helios Theaters Hamm klingen und schwingen Kreise aus Sand und in dem Tanzstück „Harvest“ (Premiere am 16.09.2021 um 10 Uhr), inszeniert von der international renommierten Choreografin Isabelle Schad, erforschen Tänzer:innen den Klangkosmos von Weidenzweigen.

Das Theater o.N. im Prenzlauer Berg schafft unter der künstlerischen Leitung von Dagmar Domrös, Vera Strobel und Doreen Markert Kulturangebote für Menschen jeden Alters, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft. Im Bereich des Kinder- und Jugendtheaters erforscht und entwickelt das Theater o.N. die darstellenden Künste für die Jüngsten und setzt mit seinen Inszenierungen und dem zweijährlich stattfindenden „FRATZ International” mit Gästen aus aller Welt künstlerische Impulse für diese Theaterform. Ursprünglich vor über 40 Jahren von einem Verbund von Schauspieler:innen, Regisseur:innen, Puppenspieler:innen, Musiker:innen und Schriftsteller:innen gegründet, war das Theater o.N. das erste freie Theater der DDR.

fliegen & fallen, 29.08 um 16 Uhr und 30.08 um 10 Uhr


Endlich mal richtig hochgepustet werden, das dürfen in fliegen & fallen nicht nur die Künstler:innen, sondern auch die Zuschauenden. Foto: David Beecroft

Kleine und große Menschenkinder lernen, dass fliegen und fallen zusammengehören. Egal ob kullern, kugeln, stolpern, segeln, abheben oder schweben – nach jedem Misserfolg heißt es: neuer Versuch, neues Glück. Eine regelrechte Wunscherfüllungsmaschine hat der Raum- und Luftobjektkünstler Frank Fierke entwickelt, in der man ebenso normal laufen wie die verrücktesten Sprünge und Landungen wagen kann. Zunächst probieren es die Tänzer, später haben auch die Zuschauer:innen Gelegenheit, ihre eigenen Flugversuche zu unternehmen. Ab 2 Jahren.

Future Beats, ab 2.9. um 10 Uhr


Rhythmus und Klang in „Future Beats“ erkunden. Foto: David Beecroft

Rhythmus prägt unser Leben. Schon als Babys nehmen wir ihn in unserer Umwelt und in uns selbst wahr. In unserem Herzschlag, im Regen, der ans Fenster prasselt, im wiegenden Schritt unserer Mutter oder im Gutenachtlied, das uns sachte in den Schlaf wiegt. Rhythmus ist überall und wir fühlen ihn, bevor wir ihn in Worte fassen können. Der Regisseur und Komponist Bernd Sikora, die Tänzerin Nasheeka Nedsreal und der Musiker Andreas Pichler geben in „Future Beats“ diesem Rhythmus einen Klangraum, in dem sich die Allerkleinsten frei bewegen und ausprobieren dürfen. Mithilfe zum Teil selbstgebauter Instrumente erschaffen sie so ein rhythmisches Wechselspiel, welches die Sinne des Fühlens, Sehens und Hörens berührt. Die erste eigene Inszenierung für Babys, die vom Theater o.N. produziert wurde. Ab 6 Monaten.

Weitere Termine: 3.9. um 10 Uhr, 4.9. um 11 und 16 Uhr

Klangquadrat, ab 9.9. um 10 Uhr


Die Komponisten und Musiker Florian Bergmann und Benedikt Bindewald und die Spielerin Minouche Petrusch auf dem Klangquadrat. Foto: David Beecroft

Wie kann man Musik sichtbar machen? Diese Frage stellten sich die Komponisten und Musiker Florian Bergmann und Benedikt Bindewald und die Spielerin Minouche Petrusch. Sie erfanden ein Klangquadrat aus 3×3 Tönen. Auf diesem lässt sich spielen und musizieren, singen und tanzen. Folgt man den Tönen auf den Feldern, entstehen Choreografien der musizierenden Körper im Raum, sinnlich und lustig, strengen Regeln folgend und dabei immer wieder überraschend. Manchmal müssen die drei Spieler:innen sich akrobatisch verrenken, um ihre Töne zu treffen. Manchmal sind drei einer zu viel. Und der Volkslied-Kanon „Heut kommt der Hans zu mir“ wird zum schwindelerregenden Walzer, bei dem am Ende keiner mehr weiß, wer eigentlich zu wem gehört. Ab 2 Jahren.

Weitere Termine: 10.9. um 10 Uhr, 11.9. um 11 Uhr

Geh dahin, weiß nicht, wohin – hol mir das, ich weiß nicht, was, am 12.9. um 16 Uhr und 13.9. um 10 Uhr

Das russische Zaubermärchen erzählt von der Liebe zwischen dem einfachen Schützen Andrej und seiner schönen klugen Frau. Alle bösen Versuche, die Liebenden zu trennen, überstehen die beiden. Dabei werden alle Wunder, von denen man bisher nur gehört hatte, lebendig: der schönste Teppich auf Erden, der Kater Bajun, die Hexe Baba-Jaga und schließlich das unerklärliche „Ich-weiß-nicht-was“. Erzähltheater mit Uta Lindner. Ab 5 Jahren.

Das kleine rote Haus, am 18.9. um 16 Uhr und am 27.9. um 10 Uhr

Rot ist das Haus des Fuchses Kratzfuß. In diesem Märchen, erzählt von Kathleen Rappolt, geht es um ein kleines Mädchen, das sich neugierig auf die Suche nach diesem Häuschen macht. Und um den Fuchs selbst, der sich – ebenso neugierig – heimlich in das Schloss der Bären im Wald schleicht, als diese verreist sind. Ob das so gut geht? Ab 3 Jahren.

Berliner Schaufenster, September 2021, Fachforum 14. und 15.9.

Als regional angelegtes Festival bietet das Berliner Schaufenster der freien Berliner Kindertheaterszene eine Plattform, um in Berlin und überregional in Erscheinung zu treten. Im Mittelpunkt dieses Arbeitstreffens steht die Forschung und die Vernetzung der Akteur:innen. Im September 2021 zeigen sechs Berliner Spielstätten ein vielfältiges Programm für die jüngsten Zuschauer:innen von 0 bis 6 Jahren.

Die Veranstaltungen und Spielstätten 2021:

„Future Beats“ (0,5-3) – o.N. & Nedsreal, Pichler, Sikora – Theater o.N., Prenzlauer Berg

„KREISE“ (2+) – Helios Theater – blu:boks, Lichtenberg

„Das Grüne Haus“ (3-8) – HOR Kollektiv – Schloßplatztheater, Köpenick

„BIG BOX & kleines Orchester“ (4-8) – florschütz & döhnert – SCHAUBUDE, Prenzlauer Berg

„Klangquadrat“ (2-10) – o.N. & Bergmann, Bindewald, Petrusch – Theater o.N.. Prenzlauer Berg

Konzert (3+) – Trio Igra – Theater o.N./ Bauspielplatz Kolle 37, Prenzlauer Berg

„HARVEST“ (3+) – Isabelle Schad – Wiesenburg Tanzhalle, Wedding

„Unten im Himmel“ (5+) – Droste, Dutschke, Hilscher, Martini – FELD Theater, Schöneberg

„Das kleine rote Haus“ (3+) Kathleen Rappolt – Theater o.N./ Bauspielplatz Kolle 37, Prenzlauer Berg

Im Rahmen des Festivals laden das Theater o.N. und das HELIOS Theater Hamm unter dem Titel „Berühren & Bewegen“ zu einem Austausch ein. Themen sind dabei der Umgang mit Material, Natur und Berührung sowie die Bedeutung des Tastsinns im Theater für die Jüngsten. Nach dem Motto „Wir denken uns nicht selbst, wir fühlen uns“ (Martin Grunwald, Homo hapticus) soll der Frage nachgegangen werden, wie wichtig die Berührung ist, um uns unsere Welt zu erschließen und wie dies in pandemischen Zeiten gelingen kann. In Forschungslaboren (Reiner Delgado, Michaela Millar, Olga Ramirez Oferil), Vorträgen aus Philosophie (Prof. Dr. Wilhelm Schmid) und Neurowissenschaft (Dr. Rebecca Böhme), sowie einem begleitenden digitalen Berührungsarchiv soll der Berührung auf den Grund gefühlt werden.

Das Berliner Schaufenster 2021 ist eine Produktion des Theater o.N. in Kooperation mit FELD Theater, Schlossplatztheater Köpenick, Tanzhalle Wiesenburg, Schaubude Berlin und blu:boks. Das Projekt „Berühren & Bewegen“ (Theater o.N. und HELIOS Theater Hamm) wird gefördert durch den Fonds Darstellende Künste e. V. im Rahmen des Programms NEUSTART KULTUR #TakeNote

Harvest, Premiere am 16.09.2021 um 10 Uhr


Harvest. Foto: Dieter Hartwig

Wie klingt ein Weidenstock? Wie liegt er in der Hand? Wie unterscheiden sich die großen Äste von den kleinen Zweigen? Die braunen von den grünen? Die alten von den jungen? Und wie werden sie zu einer leichtfüßigen Marionette, einem kugligen Walfischbauch oder raschelnden Wald, wie zu einem schattenwerfenden Monster oder einer zischenden Peitsche? Die Choreografin Isabelle Schad erkundet in dem Tanzstück Harvest mit drei Tänzer:innen und einem Musiker die Magie des Reisig und erschafft dabei lebendige, überraschende und sich immer wieder verändernde Landschaften. Zwischen der Erkundung des Materials, dem Schichten, Lagern, Biegen der Äste sowie dem Lauschen auf das Knistern und Knacken in der Stille entwickelt sich ein fantasiereiches Spiel mit scheinbar schwerelosen Zauberwesen und anderen kleinen Wundern. Mit Poesie und Leichtigkeit erkundet das Ensemble das Verhältnis von Mensch und Natur – aber auch den Klangkosmos der Weiden, welche die Rhythmen für die Ernte und den Tanz erzeugen. Ab 3 Jahren.

Weitere Termine: 17.9. um 10 Uhr, 18.9. um 16 Uhr, 19.9. um 15 und 17 Uhr, 21.9. um 10 Uhr, 22.9. um 10 Uhr

Die Wichtelmänner, 29.9 und 30.9 jeweils um 10 Uhr

Wie vertreibt man sich die Zeit, wenn man warten muss? Na zum Beispiel, indem man sich Geschichten erzählt! Frau Dieselotte erinnert sich, wie sie als Kind am liebsten die Geschichte von den Wichtelmännern hörte, die des nachts in die Werkstatt des armen Schusters kamen und ihm halfen, wieder zu Wohlstand zu kommen. Und diese Geschichte erzählt und spielt Frau Dieselotte mit Hilfe eines großen Pappkartons und – aber das wird hier noch nicht verraten …

Die kommenden Vorstellungen im August und September im Überblick

fliegen & fallen: 29.08 um 16 Uhr und 30.08 um 10 Uhr

Future Beats: 2.9. um 10 Uhr // 3.9. um 10 Uhr //4.9. um 11 und 16 Uhr

Klangquadrat: 9.9. um 10 Uhr // 10.9. um 10 Uhr // 11.9. um 11 Uhr

Geh dahin, weiß nicht, wohin – hol mir das, ich weiß nicht, was: 12.9. um 16 Uhr 13.9. um 10 Uhr

Das kleine rote Haus: 18.9. um 16 Uhr, 27.9. um 10 Uhr

Berliner Schaufenster: 2. bis 22.9.

Fachforum „Bitte Berühren“: 14. bis 15.9.

Harvest: Premiere am 16.09.2021 um 10 Uhr // 17.9. um 10 Uhr // 18.9. um 16 Uhr // 19.9 um 15 und 17 Uhr // 21.9. um 10 Uhr // 22.9. um 10 Uhr

Die Wichtelmänner: 29.9. um 10 Uhr // 30.9. um 10 Uhr

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Harvest. Foto: Dieter Hartwig
Die Komponisten und Musiker Florian Bergmann und Benedikt Bindewald und die Spielerin Minouche Petrusch auf dem Klangquadrat. Foto: David Beecroft

Harvest. Foto: Dieter Hartwig

Rhythmus und Klang in Future Beats erkunden. Foto: David Beecroft

Die Komponisten und Musiker Florian Bergmann und Benedikt Bindewald und die Spielerin Minouche Petrusch auf dem Klangquadrat. Foto: David Beecroft

Endlich mal richtig hochgepustet werden, das dürfen in fliegen & fallen nicht nur die Künstler*innen, sondern auch die Zuschauenden. Foto: David Beecroft
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